Stadion

Die Eigenart dieses Fußballstadions für die seinerzeit erhoffte EM in Innsbruck ist, daß das übliche Oval von einem dreiteiligen Gebäuderiegel "abgeschnitten" wird. So ist es möglich, daß zunächst der mittlere Teil offen gelassen wird und hier eine temporäre Gerüsttribüne für die Zeit der EM 15000 zusätzliche Plätze bereitstellt. Nach diesem Ereignis ist es vorgesehen, den Riegel zu schließen und mit einer anderen Funktion zu füllen Unser Vorschlag: ein Studentenwohnheim für Sportstudenten.

Statt den Raum unter den Tribünen mit geschlossenen Strukturen zu verbauen, können wir das umfangreiche Raumprogramm allein in den zwei Riegelenden organisieren. Es bleibt uns ein offener Durchgang unter den Rängen, welcher der Erschließung und ihrer Inszenierung durch eine elegante Stahlkonstruktion vorbehalten ist.
Die einzelnen Gabelpaare "kippen" alternierend einmal nach innen, einmal nach außen und lassen so auf Höhe der Knotenpunkte Raum für die umlaufende obere Verteilergalerie. Jeweils zwei obere Tribünen werden von dort aus immer über eine Brücke erschlossen, wo jedes zweite X nach außen kippt, und damit Platz für solch eine Erschließung läßt.

Das Membrandach muß um Steifigkeit zu erlangen, als reine Zugkonstruktion möglichst starke Krümmungen über seine Flächen aufweisen. Sowohl innen am Zugring, als auch außen an der Peripherie befinden sich deshalb abwechselnd Hoch- und Tiefpunkte. Eine Kette von Stahlrohrpyramiden spreizt die inneren Membranspannpunkte einmal nach oben, einmal nach unten.

Der eigentliche Zugringschluß wird dabei aufgeteilt in obere und untere Zugelemente. Eine dazwischenliegende horizontale Rohrebene bietet zudem Platz für die Spielfeldbeleuchtung. An den äußeren Angriffspunkten der Membran werden die Kräfte der Tragseile über tetraederförmige "Stahlrohr- Geweihe" räumlich umgelenkt und nach unten abgespannt.